Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom zählt zu den Nervenkompressionssyndromen und führt zu einer Einengung des N. medianus (Mittelhandnerv) im Bereich des Handgelenkes, welche auf ein verdicktes Handgelenksband zurückzuführen ist.

Welche Symptome können auftreten?

Zu den typischen Symptomen zählen vorwiegend nächtliche Schmerzen, Gefühlstörungen und Kribbeln im Daumen, Zeige-, Mittel- und halben Ringfinger. Im fortgeschrittenem Stadium kann es zu einem Muskelschwund im Bereich des Daumenballens kommen.

Operationsverlauf:

Anzeichnen der geplanten Schnittführung über dem Handgelenk. In einer Leitungsanästhesie oder Armbetäubung erfolgt die Durchtrennung des verdickten Handgelenksbandes unter Schonung der Nerven und Gefäße. Durch die Spaltung des Bandes hat der Nerv wieder ausreichend Platz, sodass es zu einer Besserung der Beschwerdesymptomatik kommen sollte.

Liegt bereits eine langjährige Schädigung des Nervs vor, kann es sein, dass es trotz Operation zu keiner Besserung der Beschwerdesymptomatik kommt, sondern nur zu keinem Fortschreiten der Beschwerden.
Nach der Behandlung sollte mit einer Bewegungstherapie begonnen werden und die betroffene Extremität hochgelagert. Zu starke Belastungen sollten für mindestens 4 Wochen vermieden werden.

Fakten:

  • Dauer des Eingriffs: ca. 30 Minuten
  • Betäubung: Leitungsanästhesie oder Armbetäubung
  • Nachsorge: Hochlagern des Armes, Durchführen von Bewegungsübungen
  • Sport: nach frühestens 4 Wochen
  • Gesellschaftsfähig: nach ca. 2 Tagen
  • Schmerzen: leicht
  • Nahtentfernung: nach 12 Tagen

Welche Komplikationen und Risiken könnten bestehen?

• Schmerzen
• Nachblutung
• Wundinfekt, Wundheilungsstörung
• Gefühlsstörungen
• Nervenverletzung
• Keine Besserung oder Verschlechterung der Beschwerden