Gynäkomastie – Brustansatz bei Männern

Bei Männern kann es im Laufe des Lebens zu einer Vergrößerung der Brustdrüse (Gynäkomastie) kommen. In diesem Fall wird von einer echten Gynäkomastie gesprochen. Dem gegenüber steht die Pseudogynäkomastie (unechte Gynäkomastie), welche durch eine Vermehrung des Fettgewebes im Bereich der Brust bedingt ist.

Beide Formen stellen einen Leidesdruck für Männer dar und können zu einer Störung des Selbstbewusstseins führen. Vor einer Operation wir die Durchführung einer Ultraschalluntersuchung der Brust und einer urologischen Abklärung empfohlen. Im Falle einer echten Gynäkomastie ist eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse möglich.

Operationsverlauf

Besteht eine Pseudogynäkomastie ist eine alleinige Fettabsaugung ausreichend. Hierzu wird eine spezielle Flüssigkeit über zwei kleine Stichinzisionen in die Brust eingebracht. Nach einer gewissen Einwirkzeit erfolgt die Liposuction des Fettgewebes. Am Ende der Operation werden die Stichinzisionen mit Nähten verschlossen.

Liegt eine echte Gynäkomastie vor wird eine Fettabsaugung (Liposuction) in Kombination mit Entfernung des Brustdrüsengewebes vorgenommen. Hier erfolgt ein zusätzlicher Hautschnitt im unteren Bereich der Brustwarze um die Entfernung des Brustdrüsengewebes vorzunehmen. In beiden Fällen erfolgt nach zwei Tagen die Anpassung eines Kompressionshemdes, welches für mindestens 6 Wochen zu tragen ist.

Fakten:

  • Dauer des Eingriffs: ca. 90 Minuten
  • Betäubung: Lokalanästhesie oder Allgemeinnarkose
  • Nachsorge: 6 Wochen Kompressionshemd (Tag und Nacht)
  • Sport: nach 6 Wochen
  • Gesellschaftsfähig: nach einigen Tagen
  • Schmerzen: leicht
  • Nahtentfernung: nach 14 Tagen

Welche Komplikationen und Risiken könnten bestehen?

• Schmerzen
• Schwellung
• Bluterguss, Nachblutung
• Wundinfekt, Wundheilungsstörung
• Asymmetrie
• Gefühlsstörungen Brustwarze
• Absterben der Brustwarze
• Verzogene Brustwarze